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Smartphone als Videokamera, Teil 2

In meinem ersten Beitrag zu dem Thema hatte ich noch die einfache Droidcam benutzt und dazu das v4l_loopback-Modul. Es funktionierte, ist aber etwas mühselig bei der Einrichtung jeweils zu Beginn einer Sitzung.

Damals bemerkte ich schon, dass es ein OBS-Plugin gibt (https://www.dev47apps.com/obs). Mit dem – und der zugehörigen Android-App (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.dev47apps.obsdroidcam) – wird es dann aber zum Kinderspiel.

Remotesteuerung von Droidcam OBS

Wenn die App installiert ist (hier bietet sich die Pro-Version für €6,99 an, da dort zum einen eine Web-Remotesteuerung aktiviert ist und außerdem das Branding auf dem PC ausgeschaltet ist), und auch das Plugin dem Pluginverzeichnis von OBS hinzugefügt wurde, muss im OBS lediglich noch als Source zu einer Szene eine „Droidcam OBS“ hinzugefügt werden. Die WiFi IP, wie auch die Auflösung kann dann bei den Eigenschaften der Quelle eingestellt werden.

Die Remotesteuerung über ein Browserfenster macht das Umschalten auf die Hauptkamera des Smartphones sinnvoll, denn nun kann auch die Zoomstufe direkt eingestellt werden. Leider fehlt noch der Zugriff auf z.B. die Bokeh-Funktion bzw. die speziellen Kameramodi. Außerdem zeigt die Remotesteuerung auch die Kapazität des Akkus an, und somit wird man nicht von einem leeren Akku und abbrechendem Kamerazugriff überrascht.

Der Chroma-Filter (Greenscreen) vom OBS überzeugt (wie auch schon in der vorherigen Version) aufgrund der hohen Auflösung mit nicht allzuviel grünem Hintergrundleuchten zwischen meinen Haaren oder an sonstigen Kanten.